Suche
Suche Menü

Beautiful Sports!

runner0001

Beautiful Sports ist ein Projekt des Sportfotografen Axel Kohring ins Leben gerufen wurde. Er hat ein paar der besten Fotografen und Digital artists zusammengetrommelt und mit deren Hilfe einen einzigartigen Kalender produziert. Und es freut mich sehr, Teil dieses Projektes sein zu dürfen!  

Okay. Ich geb´s zu. Am Anfang dachte ich, hmmm, mein letztes Sportlerportrait war vor 20 Jahren, und das ging so gründlich schief, dass ich auch heute noch kein Bedürfnis verspüre, mich schon wieder in die Nesseln zu setzen. Aber irgendwann siegte die Neugier, ob meine Idee sich wohl umsetzen lassen würde. Nach ein paar Scribbles hatte ich die Idee bemerkenswert klar vor Augen: Eine Laufbahn musste her, aber eine ganz besondere. Zumal der Sportler, den ich fotografieren sollte, nicht irgendwer war, sondern der Deutsche Hallenmeister und Vize-Olympiasieger über 3000m Carsten Schlangen.

Die Laufbahn entstand in Cinema 4D. Einfache Objekte repräsentieren die einzelnen Bahnen, ein tief gelegener Kamerastandpunkt sorgt in Verbindung mit einer kurzen Brennweite für genügend Dynamik. Für das shooting musste Carsten Runde um Runde drehen, bis alles stimmte: Körperhaltung, Gesichtsausdruck und all die kleinen, unvorhersehbaren Dinge wie Faltenwurf und Bodenkontakt. Ah ja, die Kameraschärfe sollte möglichst auch auf dem Punkt sein.

Nun geht es bei einem solchen Portrait ja auch darum, die Bewegung zu visualisieren, Kraft und gleichzeitig die Schnelligkeit und Präzision der Bewegung einzufangen. Nachdem das Portrait des Läufers in der 3D-Datei positioniert war, wurden den einzelnen Flächen jede Menge kleiner Würfel zugeordnet. So entstand eine verfremdete, aber aufgrund ihrer einfachen Formen sofort erkennbare Landschaft: Das Stadion.

Übrigens: Die Anzahl der Würfel liegt irgendwo zwischen 250.000 und 300.000. Müsste die mal zählen. Dafür eignet sich das Werkzeug MoGraph, mit dem sich die vielen kleinen Würfel auf der Oberfläche der Laufbahn und des Splashes rechts anordnen lassen. Sieht gerendert dann so aus:

Wer´s genauer wissen möchte, besorgt sich einfach die DOCMA (Ausgabe 54). Oder noch besser: Bestellt euch den Kalender, es sind tolle Portraitideen drin, unter anderem von Calvin Hollywood und Olaf Giermann. Außerdem fließt der Erlös des Kalenders zu 100% in ein wohltätiges Projekt. Kaufen sag´ich, kaufen!!

DOCMA 
Beautyful_Sports

6 Kommentare

  1. Lieber Uli Staiger, tatsächlich habe ich mich sehr über Deine Antwort gefreut – mein Kompliment liegt ja nun bereits wieder mehr als drei Wochen zurück! Zwischenzeitlich hatte ich noch ein weiteres Interview mit Dir auf Youtube gefunden – dieses Mal nicht mit Pavel Kaplun, den ich ebf. aufgrund seiner hohen Fachkompetenz sehr schätze, sondern mit einer anderen Größe aus der deutschen Photoshop-Szene: Calvin Hollywood. Um eines vorab zu sagen, es geht mir nicht darum, an dieser Stelle nun irgendjemanden „schlecht“ zu reden. Ich muss dies vorab betonen, damit Du nicht ansatzweise auf den Gedanken kommst, dass ich Deinen Blog dazu nutzen würde, um gewissermaßen eine negative Stimmung zu verbreiten oder mich über jemanden entsprechend zu äußern, den ich überhaupt gar nicht kenne: weder persönlich noch über vielfältige Publikationen. So ist es nämlich definitiv nicht! Mein Ehrenwort! Mir ist nur aufgefallen, dass ich noch niemals auf jemanden als „öffentliche Person“ gestoßen bin, der in einer solch extremen Form schlicht als ungebildet daherkommt. Ich spreche gar nicht von der mangelnden Fähigkeit, der deutschen Grammatik im eigentlich notwendigen Maße im gesprochenen Wort zu genügen. Nein, ich spreche davon, dass dieser Mann sich quasi öffentlich als Kulturbanause in Szene setzt. Ich hatte dazu mal den einen oder anderen Blogeintrag von ihm gelesen und stieß dann auf seinen Hinweis, dass er sich überhaupt gar nicht für Kultur interessierte. Sehe ich es eigentlich falsch, dass zu einer wirklich ästhetischen, künstlerisch anspruchsvollen Fotografie zumindest ein gewisses Verständnis für – hm – Kulturgeschichte, die Geschichte der Fotografie usw. dazu gehört?! Unter uns: Ich hatte Dich ein wenig näher im Rahmen des Interviews beobachtet, und das, was man Dir ja nun wirklich nicht absprechen kann, ist ein hohes Einfühlungsvermögen für Dein Gegenüber. Zugegeben, es dürfte nicht jedem auffallen, dass nur eine Mininmalmimik und -gestik bei Dir bestimmte Interpretationen zugelassen hat. Aber ich bilde mir ein, diese dann eben doch wahrgenommen zu haben. Lange Rede, kurzer Sinn – ich kann von Dir an dieser Stelle nicht erwarten, dass Du dich über einen renommierten Kollegen negativ äußerst. Aber: Findest Du nicht, dass durchaus ein wenig mehr Eitelkeit auf Deiner Seite angebracht wäre? Wenn Du magst, dann lösche diesen Eintrag auch einfach. Ich möchte Dir aber mit auf den Weg geben, dass es sehr wohl Menschen gibt, auch mittelbare Kunden von Dir (Video-Trainings, Artikel, Bücher), welche Deine unkonventionelle, aber dennoch in höchstem Maße fachlich fundierte Art sehr zu schätzen wissen. Wenn ich darüber nachdenke, dass ein RTL-II-Niveau sich immer mehr durchsetzt und möglicherweise sogar erfolgreicher ist als eine „Old-School-Haltung“, so macht mich das aber auch tatsächlich sehr traurig! Was bleibt, ist meine Wahlfreiheit! Wie Du aus dem o. g. Kompliment zweifelsohne ableiten kannst, ist meine Wahl gefallen! Ein kleine Bemerkung noch zuletzt: Bemerkenswert ist, mit welcher Gelassenheit Calvin Hollywood auch seinen fehlerhaften Schreibstil pflegt. Da er ja auch und gerade ein sehr junges Publikum ansprechen dürfte, empfinde ich dies fast schon als ein wenig verantwortungslos! Deine Rückmeldung weist im Übrigen keiner grammatischen oder orthografischen Fehler auf! Liebe Grüße noch einmal, (D)ein großer Fan! :)

    • Hallo unbekannter Fan (oder kennen wir uns irgendwoher?)
      ich sehe das alles sehr entspannt. Mein Vorteil Dir gegenüber ist, dass ich Calvin ganz gut kenne, und ich darf Dir sagen, dass der Kerl ein sehr gewinnendes Wesen hat. Nun ist mir aber auch bewusst, dass echte, real existierende Personen oder das, was wir von ihnen kennen, oft erstaunlich wenig mit ihrer medialen Präsenz zu tun hat. Das scheint mir in diesem Fall auch so zu sein. Ich bin fast sicher, dass Du – wenn Du ihn kennenlernen würdest – ein etwas anderes, differnzierteres Bild gewinnen könntest.

      Dennoch: Ja, ich halte einen wie auch immer gearteten kulturellen Hintergrund nicht nur für wichtig, sondern geradezu für essentiell, wenn es darum geht, komplexe Inhalte zu vermitteln. Und was die Rechtschreibung betrifft: Die war mir schon immer wichtig, die ist wohl irgendwo im kleinen pedantisch geformten Anhang meines ansonsten recht chaotisch organisierten Hirns untergebracht ;-)

      Herzlicher Gruß,
      uli

    • Hmmm, die Frage nach der Zeit ist immer ein wenig schwer zu beantworten. Ein Hauptteil der Zeit, die ich für ein solches Bild brauche, geht für die Ideenfindung drauf. Und über die Idee grüble ich tagsüber zwischendurch, beim Autofahren oder anderen Gelegenheiten nach, die eher kleinhirngesteuert sind. Die eigentliche Umsetzung hat ungefähr 5 Tage gedauert.

  2. Lieber Uli Staiger,

    noch haben wir August, wenngleich der sogenannte Altweibersommer ja nun vor der Tür steht. Ich habe noch Urlaub – und gerade ein Interview mit Dir gesehen: Pavel Kaplun ist derjenige, der Dich dort befragt.

    Zeit für mich, weil ich sie – eben urlaubsbedingt – augenblicklich noch habe, mich einfach einmal a) für Deine wunderbaren Composings zu bedanken – und b) für Deinen besonderen Stil, „Dinge“ zu erklären, zu vermitteln. Die wenigsten können von sich behaupten, begnadete Didakten zu sein. Du bist einer!

    Woran liegt das? Ich vermute, dass es daran liegt, dass Du schlicht gebildet bist. Natürlich – schulisch. Dann durch Deine fotografische Lehrzeit, Deine Meister-Ausbildung. Am deutlichsten aber bestimmt durch die berufliche und wohl auch durch die Lebenserfahrung.

    Es bereitet mir eine große Freude, Dir zuzuhören und von Deinem geistigen „Sein“ zu profitieren.

    Also, ich würde mich sehr darüber freuen, wenn ich Dir nun eine kleine Freude bereitet habe – und ich hoffe, dass ich in Zukunft noch sehr viel von Dir hören bzw. sehen darf!

    Ganz, ganz liebe Grüße

    Ein großer Fan

    • Lieber unbekannter Fan,
      na klar hast Du mir mit diesem Kommentar eine große Freude gemacht! Es ist toll zu erfahren, dass das, was man verfasst, bei anderen auch ankommt! Ganz lieben Dank dafür, auch wenn er ein wenig spät kommt ;-)

Kommentare sind geschlossen.