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Behind the Pixels of „Botanischer Garten“

Wer zu faul ist, ein Lichtstativ mit in die Wildnis zu schleppen, der greift wie ich auf einen Freund zurück (der übrigens einer der großartigsten Landschaftsfotografen der Welt ist: www.helmut-hirler.de). Der Handblitz wird entweder wie in unserem Fall manuell ausgelöst, sofern die Belichtungszeit dafür ausreicht, ansonsten hilft ein Funkauslöser weiter. Die Canon 1ds Mkll  steht auf einem Stativ.

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Nachdem der Belichtung notiere ich Abstand und Kamerahöhe. Wochen später – ich bin wieder in Berlin, entsteht die zweite Aufnahme. Die wird ohne direktes Sonnenlicht fotografiert, also entweder im Schatten oder im Gegenlicht. Den Plan, sie ebenfalls in der Dämmerung zu fotografieren habe ich wegen der vielen Lichtreflexe schnell wieder aufgegeben.

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Alles weitere findet in Photoshop statt: Die Retusche der Person ist über die inhaltsbasierte Füllung denkbar einfach. Doch auch andere Retuschewerkzeuge wie der Bereichsreparaturpinsel oder das Ausbessernwerkzeug funktionieren bei organischen Formen wie diesen sehr gut.

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Die Formen des U-Bahneingangs sind dagegen eher technischer Natur, da es um gerade Kanten und klar definierte Rundungen geht. Deshalb ist das Pfadwerkzeug hier die erste Wahl. Später wandelt man den Pfad direkt in eine Vektormaske um, fertig ist die Maskierung.

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Beim Einpassen der U-Bahn-Datei geht es um möglichst genaues Einzeichnen der Fluchtlinien mit dem Linienzeichner. Wenn man dafür eine eigene Ebene anlegt, kann man beide – also die Linien und den Eingang – so weit verschieben bis der Schnittpunkt der Linien genau auf dem Horizont liegt. Danach können die Linienebenen gelöscht werden.

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Nun fehlt nur noch etwas Licht auf dem Leuchtschild und leichter Bodennebel im Hintergrund. Der ist wichtig, denn er trennt die Tonwerte des Geländers sehr sauber von den Tonwerten des Hintergrundes. Den Abschluss bildet eine Farbanpassung, damit beide Bildteile wie aus einem „Guss“ erscheinen.

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2 Kommentare

  1. Sehr Geil dieser Beitrag. Da bekommt man glatt Lust darauf, es selbst mal zu probieren. Wenn da nicht die mangelnde Phantasie im Wege stehen würde 🙂

  2. Es ist immer wieder faszinierend, was möglich ist. Mit einfachen Handgriffen ein Kunstwerk zu zaubern fällt nicht jedem auf Anhieb leicht. Was hier geschaffen wurde ist einfach grandios und gefällt mir sehr gut. Das Ergebnis hat etwas von einem heiligen Ort, könnte man sich aber auch ganz gut in einem Horror-Streifen vorstellen. Hut ab!

    Gruß
    Andreas

Kommentare sind geschlossen.